Online privat verkaufen – Haftungsausschluss

Wer online Gegenstände zum Verkauf anbieten möchte, sollte grundsätzlich einen Haftungsausschluss in die Artikelbeschreibung einfügen. Bei einem Privatverkauf steht sonst der Verkäufer zwei Jahre für den verkauften Artikel ein, falls Schäden daran mit der Zeit auftauchen. Die richtige Formulierung des Haftungsausschlusses bei Privatverkäufen ist wichtig. Bei unklaren Formulierungen entfällt die komplette Wirksamkeit des Zusatzes und der Verkäufer haftet zwei Jahre und muss das Geld zurückzahlen oder bei aufkommenden Schaden für eine Reparatur sorgen.

Was Sie ausschließen können bei Privatverkäufen

Generell gilt: Egal, was Sie in den Haftungsausschluss schreiben, sollten Sie fehlerhafte Angaben in der Artikelbeschreibung machen oder bekannte Mängel verschweigen, sind Sie immer haftbar und zur Reparatur oder Rückzahlung der Transaktionskosten verpflichtet. Bei einem Privatverkauf muss der Käufer nachweisen, dass ein Artikel beschädigt bei ihm eingetroffen ist oder die Beschreibung von dem tatsächlichen Kaufartikel abweicht. Beispiel: Sie verkaufen ein Mobiltelefon gebraucht und geben an, dass das Gerät keine Mängel aufweist. Der Käufer erhält das Gerät und der komplette Display ist gerissen. Kann er nachweisen, dass das Handy in diesem Zustand bei ihm eingetroffen ist, sind Sie zur Reparatur oder Rückzahlung des Kaufbetrages verpflichtet. Da ist bedeutungslos, was Sie in Ihrem Haftungssauschluss geschrieben haben. Haben Sie in der Beschreibung allerdings angegeben, dass das Display kaputt ist und repariert werden muss, brauchen Sie sich darum nach einem Verkauf nicht mehr zu kümmern. Wichtig ist jedoch eine gut überlegte Formulierung. In besagtem Beispiel kann eine falsche Ausformulierung dazu führen, dass Sie das Gerät ersetzen oder eine Reparatur bezahlen müssen im Verlaufe der kommenden zwei Jahre nach Abschluss des Kaufvertrages.

Die richtige Formulierung beim Haftungsausschluss

Um unnötige Probleme zu vermeiden, ergänzen Sie in Ihrer Artikelbeschreibung folgenden Zusatz:”Ich schließe jede Haftung für Sachmängel aus. Die Haftung auf Schaden­ersatz wegen Körperverletzungen sowie bei grober Fahr­lässig­keit oder Vorsatz bleibt unbe­rührt.” Freiwillig sind bei Privatverkäufen seitens des Verkäufers das Rückgaberecht oder eine Garantie. Prinzipiell ist diese bei Privatverkäufen ausgeschlossen.

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1 Antwort

  1. Oliver Völker sagt:

    “Die Haftung auf Schaden­ersatz wegen Körperverletzungen sowie bei grober Fahr­lässig­keit oder Vorsatz bleibt unbe­rührt.” – Für was soll diese Ergänzung sein? Um welche (mögliche) Körperverletzung/Fahrlössigkeit geht es hier?

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